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Nadelparadies

Grammophonnadeln

Dies ist ein wichtiger Punkt zum Erhalt Ihrer Grammophon-Platten. Grammophonnadeln wurden früher aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt z.B. aus Holz, Walbein, Kaktusstacheln und Stahl. Die Stahlnadeln werden mit unterschiedlichen "Lautstärken" angeboten. Die Faustregel lautet hierbei: je dünner eine Nadel umso leiser spielend, je dicker umso lauter. Eine Grammophonnadel hat nur ein sehr kurzes Leben, denn schon nach einer Plattenseite sollte sie gewechselt werden. Während des Abspielens legt sie eine Strecke von fast 300m zurück und wird dabei abgeschliffen. Sie passt sich dabei der Form der Plattenrille an. Einen besonders großen Schaden richten solche abgeschliffenen Nadeln an, wenn sie ausgespannt und später erneut verwendet werden, da sie dann wie ein spanabhebendes Werkzeug wirken. Die Schellackplatten werden dadurch erheblich geschädigt. Gefährlich ist es auch Grammophonnadeln aus einer bereits offenen Nadeldose zu verwenden, da man nie weiss, ob der Vorbesitzer darin gebrauchte Nadeln  "entsorgt" hat.

 

Tonnadeln

Abtastnadeln werden aus zwei Materialien hergestellt, Saphir und Diamant. Die Diamantnadeln sind hochwertiger mit geringerem Verschleiss. Bei Diamantnadeln gibt es weitere Unterschiede: der ”Bondet tip” ist eine aufgelötete Diamantspitze, erkennbar an ihrer runden Sockelstruktur sowie Diamantnadeln mit der Bezeichnung ”nude” oder ”block Diamant”. Block-Diamant-Nadeln sind aus einem Diamantkristall herausgeschliffen, sie haben die höchste Qualität an Abtastnadeln und sind erkennbar an einer quadratischen oder rechteckigen Sockelstruktur. (sichtbar unter einem Nadelmikroskop)
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Form der Nadelspitze. Eine elliptische Abtastnadel ist hochwertiger als eine konische. Die sogenannte Shibata-Nadel ist mit Abstand die beste Nadelform.
Wichtig für alle Tonnadeln ist die Staubfreiheit der Schallplatten! Staub enthält feinste Quarzpartikel. Beim Abspielen der Schallplatte wirken diese Partikel wie Schleifpapier und schädigen auf Dauer die Tonnadel.

 

Schallplatten

Schallplatten und was man über sie wissen sollte:
Die Schallplatten werden überwiegend aus PVC (Polyvinylchlorid) hergestellt und werden deswegen unter Sammlern auch öfters liebevoll Vinyls genannt. Die Toninformation liegt in den Rillenflanken. Dadurch sind zwei Tonaufzeichnungen, ein rechter und ein linker Kanal also Stereo möglich. Die Abspielgeschwindigkeit richtet sich nach dem jeweiligen Tonträger. (LP 33 1/3 upm, Single 45 upm). Das PVC lädt sich beim Abspielen elektrostatisch auf und zieht so den Staub aus der Umgebung an. Staub auf der Platte sollte so weit wie möglich vermieden werden! Staub schädigt die Tonnadel und die Schallplatte!  Beim Abspielen der durch Staub verunreinigten Schallplatten entstehen Störgeräusche wie Prasseln und Knacken. Vorbeugende Massnahme ist eine liegende, staubfreie Lagerung der Platten in der Plattenhülle. Hilfreich ist ein Antistatiktuch, welches mit leichtem Druck auf die rotierende Schallplatte gehalten wird. Weitere Hilfsmittel sind Kohlefaser- oder elektrostatische Bürsten sowie geerdete mitlaufende Reinigungsbürsten und Nassabspielvorrichungen.
Für alle Platten gilt: Die Lagerung sollte liegend erfolgen. Andernfalls kann es durch Temperatureinfluss bei stehender Lagerung zu Verformungen kommen. Bei solchen verformten Platten muss die Tonnadel eine Berg- und Talfahrt ausführen (leiernde Tonwiedergabe). Niemals mit den Fingern auf die Rillen greifen, sondern immer nur den Rand berühren. Die Platten keiner direkten Sonneneinstrahlung aussetzen und von Wärmequellen jeder Art z.B. Heizkörper fernhalten.

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